Datenbank der im Sklavenhandel involvierten Schweizer



Zellweger-Wetter Jacob


Jacob Zellweger-Wetter führte mit seinem Vater Johannes Zellweger und Bruder Johannes von 1755-1774 das Familienunternehmen „Gebr. Zellweger & Comp.“. 1774 trennte er sich von seinem Bruder und gründete danach eigene Häuser in Trogen („Zellweger älter & Comp.“), Lyon, und Genua (“Zellweger & Honnerlag“). Diese handelten von 1717-1855 mit Baumwolle aus Saint-Domingue, Guyana, Georgia, Louisiana und „Maragnon"-Baumwolle aus Brasilien (welche via Lissabon und Genua importiert wurde) und weiteren Kolonialwaren. 1804 schmuggelte die Firma Zellweger trotz Napoleons Kontinentalsperre englische Baumwollgewebe, Zucker und Kaffee ins Piemont. Den riskanten Warentransport tätigte sie zusammen mit den Gebrüdern Merian aus Basel und der Firma Custer. Sie machten hohen Gewinn und kamen, als dies ans Licht kam, mit einer glimpflichen Strafe davon. Die Zelllwegersche Spinnereifabrik eröffnete zwischen 1800-1810 in Trogen, und verarbeitete Baumwolle aus Georgia, Louisiana, Maragnon (Brasilien) und der Levante. Jacob Zellweger-Wetter hinterliess bei seinem Tod ein Vermögen von 2 Millionen Gulden.


Zeitraum: 1723 - 1808

Woher: Trogen AR | Appenzell Ausserrhoden (AR)

Wo und wie tätig: Trogen AR, Schweiz, Handel

Als was tätig: Kolonialwarenhändler

Quellen:
Bodmer Walter, Die Entwicklung der schweizerischen Textilwirtschaft im Rahmen der übrigen Industrien und Wirtschaftszweige, Zürich 1960, Anmerkung auf S. 245-246.

Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 41-45.


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